LILITH: «Die Nächtliche»

 

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Burney-Relief aus dem Britischen Museum.

LILITH, die freiheitsdurstige, widerspenstige Urfrau, vereint die verschiedenen Gesichter der Anima, vertritt die Dialektik von Dasein und Nicht -Dasein, von Schwarz  und Weiss, ist Göttin der Fruchtbarkeit und gleichzeitig des Todes.

Sie ist das Weibliche schlechthin und wirft uns auf unsere Schattenseiten, unsere Urtriebe zurück. Sie macht uns stolz auf unser Frau- Sein, zeigt uns unsere Unabhängigkeit, aber auch unsere Schwächen.
Dabei gebührt uns Frauen doch nur eines, dasselbe was Lilith wollte.

Weder über dem Mann stehen, noch unter ihm liegen, sondern schlicht und einfach Ebenbürtigkeit.

In der Astrologie ist LILITH der "dunkle Zwilling des Mondes" schwarzer Mond. Er ist Träger radikaler Werte, stellt alles in Frage, ist Ambivalenz von Verlangen und Ablehnen.

Als materieller Trabant unseres Planeten wurde er 1918 von dem Astrologen Sepharial postuliert. Der heute teilweise in Horoskopen verwendete Planet Lilith ist jedoch kein realer Himmelskörper, sondern der (neben der Erde) zweite Brennpunkt der elliptischen Mondbahn.